24.05.2015: Baustellenbesichtigung Gewässerausbau 06.04

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers bietet am Pfingstsonntag, 24.05.2015, von 10:00 bis 11:30 Uhr im Rahmen des Veranstaltungsprogramms des Naturparks Schwalm-Nette eine Baustellenbesichtigung für den Gewässerausbau 06.04 an der Mörtelsstraße an. Gegenstand ist die Besichtigung der Baustelle und Vorstellung der Planung und der mit dem Gewässerausbau verfolgten Ziele.

Baumaßnahme während der Bauzeit
Baumaßnahme während der Bauzeit

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen können bis zum 22.05.2015, 12:00 Uhr unter Telefon 02158-4081980 oder per E-Mail an info@mittlereniers.de erfolgen. Da die Ausführung der Baumaßnahme bereits begonnen hat, sollten die Teilnehmer bevorzugt festes Schuhwerk und robuste Kleidung tragen.

Treffpunkt ist die Umgehungsstraße K12, Ecke Heide vor Hausnummer 63 oder alternativ der Wendehammer im Neubaugebiet Mörtelsstraße vor dem Baustellenschild.

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24.04.2015: Netteverband, Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers und Niersverband kooperieren für den Gewässerschutz

Am heutigen Freitag unterschrieben die Vorsteher der beiden Wasserver­bände Netteverband, Christian Wagner und Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers, Peter Joppen, sowie der Vorstand des Niersver­bandes, Prof. Dietmar Schitthelm, einen Kooperationsvertrag. Er beinhal­tet eine intensive Zusammenarbeit in bestimmten wasserwirtschaftlichen Aufgabenbereichen.

„Gemeinsam Synergien nutzen und somit zum Wohle der teilweise glei­chen Mitglieder die wasserwirtschaftlichen Aufgaben bestmöglich erfüllen, ist das Ziel dieser Vereinbarung“

erklärt Christian Wagner, Vorsteher des Netteverbandes.

„Somit wollen wir unsere Arbeit so wirtschaftlich wie möglich vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen erfüllen.“

Die Verbandsgebiete der drei Wasserverbände überlagern sich zum Teil. Die Verbände haben jedoch jeweils eigene Zuständigkeiten und Aufga­benbereiche.

„Im Interesse der Mitglieder der Verbände sollen Reibungs­verluste an den Schnittstellen reduziert und die Aufgaben­erfüllung der beteiligten Verbände besser miteinander verzahnt werden“

ergänzt Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers. Insbesondere bei der Verknüpfung der Themen „Gewässer­verträglichkeit von Einleitungen“ und „Erreichung der Ziele der Wasser­rahmenrichtlinie“ werden die drei Verbände zukünftig durch Entwicklung von Projekten, die beiden Zielen dienen, verstärkt zusammenarbeiten. Die rechtliche Vorgabe sieht beispielsweise vor, dass eine Einleitung, z. B. von Regenwasser, für das Gewässer ökologisch verträglich sein muss. Diese Verträglichkeit muss nachgewiesen werden, ansonsten müssen entsprechende Maßnahmen, z. B. der Bau von Rückhaltebecken, erfol­gen. Für Maßnahmen im Bereich der Abwasserbehandlung sind dabei der Niersverband oder die jeweilige Kommune als Abwasserbehandlungs­pflichtige zuständig. Die erforderlichen Maßnahmen im Gewässer wird der jeweilige Wasserverband in seinem Zuständigkeitsbereich umsetzen. Sowohl bei der Nachweisführung als auch bei der Abstimmung wasser­wirtschaftlich sinnvoller Kombinationen von Maßnahmen werden die Ver­bände zukünftig noch enger zusammenarbeiten und somit Synergien besser nutzen. Ziel ist dabei, das Gewässer durch naturnahe Umgestal­tung soweit fit zu machen, dass abfließende Wassermengen einer Einlei­tung keinen Schaden mehr an der Ökologie verursachen.

„Grüne Aue statt Beton. Das ist unser Kerngedanke,“

erläutert Prof. Dietmar Schitthelm, Vorstand des Niersverbandes.

„Wir wollen nachweisen, dass die Ökologie in einem naturnah gestalteten Gewässer Einleitungen ohne Schaden zu nehmen besser verträgt. Dadurch werden teure Rückhaltebecken nur dann erforderlich, wenn eine stoffliche Behandlung der Abflüsse notwen­dig ist. Somit werden unsere Mitglieder so wenig wie möglich finanziell belastet.“

Info

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die nach bundes- und landesrechtlichen Vorschriften geführt wird. Sein Verbandsgebiet umfasst das natürliche, oberirdische Einzugsgebiet der Niers, ab der Einmündung des Triethbachs bei Mönchengladbach bis zur Gemeindegrenze Wachtendonk-Straelen. Seine Aufgaben sind der Ausbau einschließlich des naturnahen Rückbaus und die Unterhaltung der Verbandsgewässer, die Regelung des Wasserabflusses einschließlich des Ausgleichs der Wasser­führung und der Sicherung des Hochwasserabflusses, die Abfallentsorgung im Zu­sammenhang mit der Durchführung der Verbandsaufgaben, der Bau und die Un­terhaltung von Anlagen in und an fließenden Gewässern sowie die Herrichtung, Er­haltung und Pflege von Flächen, Anlagen und Gewässern zum Schutz des Naturhaushalts, des Bodens und der Landschaftspflege. Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers betreibt dazu mit 20 Mitarbeitern unter anderem 12 Hochwasserrückhaltebecken, ein Pumpwerk und 15 Sedimentfänge. Zudem ist er für die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie und der EG-Hochwasserrisikomanage­ment­richtlinie an seinen Verbandsgewässern zuständig.

Der Netteverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die ihre Arbeit auf der Grundlage bundes- und landesrechtlicher Vorschriften ver­richtet. Sein Verbandsgebiet umfasst das gesamte oberirdische Einzugsge­biet der Nette. Seine Aufgaben sind der Gewässerausbau einschließlich naturnahem Rückbau und Unterhaltung, die Regelung des Wasserabflus­ses einschließlich des Ausgleichs der Wasserführung und Sicherung des Hochwasserabflusses, die Be- und Entwässerung von Grundstücken sowie Bodenverbesserungsmaßnahmen, die Herrichtung, Erhaltung und Pflege von Flächen, Anlagen und Gewässern zum Schutz des Naturhaushalts, des Bodens und für die Landschaftspflege sowie die Entschlammung der Seen und Teiche

Der Niersverband ist ein sondergesetzlicher Wasserwirtschaftsverband mit Sitz in Viersen. Sein Verbandsgebiet umfasst das Einzugsgebiet der Niers. Er ist unter anderem für die Behandlung und Einleitung von Schmutzwasser und Niederschlagswasser aus Mischsystemen zuständig. Dafür betreibt er 22 Kläranlagen und ca. 75 Regenbecken. Seine weiteren Aufgaben sind (für die Niers und einige Nebengewässer) die Gewässerunterhaltung, die Regelung des Wasserabflusses und Sicherung des Hochwasserabflusses, die naturnahe Umgestaltung der Gewässer sowie die mit der Aufgaben­durchführung verbundene Abfallentsorgung. Als Körperschaft des öffentli­chen Rechts arbeitet der Niersverband mit seinen derzeit rund 350 Mitar­beiterinnen und Mitarbeitern effizient, aber nicht gewinnorientiert und hat als regionales wasserwirtschaftliches Dienstleistungsunternehmen erheblichen Anteil an der Lösung ökologischer und ökonomischer Fragestellungen.

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22.04.2015: Erster Spatenstich zum Gewässerausbau 06.04 in Grefrath

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers baut im Zuge der Bebauungsplanung “Vinkrath” in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Grefrath und im Rahmen der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie das Gewässer 06.04 naturnah aus. Das Gewässerausbauvorhaben stellt die naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme zum Eingriff in die Landschaft und Natur für die Ausweisung des Baugebietes an der Mörtelsstraße dar.

Planung des Gewässerausbaus
Planung des Gewässerausbaus

Gegenstand der Planung ist ein Altarm auf einer artenreichen Mähwiese mit breiter Röhrichtzone, die regelmäßig überflutet wird und das abgefangene Wasser möglichst lange speichern soll. Das Sohlniveau der Altarm-Anschlussstelle wird an die vorhandene Gewässersohle angepasst, während der Teichbereich des Altarms bis zu 30 cm tiefer ausgegraben wird, um sein Speichervolumen zu maximieren und den aquatischen Lebensformen in Trockenperioden einen Rückzugsraum zu bieten.

Die Gesamtfläche des Altarms soll nach der Fertigstellung ca. 2.300 m² betragen, während die Röhrichtpflanzen sich auf einer Fläche von ca. 1.750 m² entwickeln können. Für die artenreiche Mähwiese sind ca. 3.500 m² geplant.

Der Altarm wird in zwei mäandrierenden Verläufen (Anastomosen) von je 100 m Länge gestaltet, die sich auf einer kurzen Stelle kreuzen und letztendlich in einen Teichbereich münden, in dem sich das Wasser ansammeln, sowie über einen längeren Zeitraum gespeichert werden kann. Der Teichbereich wird im natürlich topologisch tiefsten Punkt der Ausgleichsfläche angelegt. Die Röhrichtzonen werden überwiegend zwischen den Mäandern des Altarms gepflanzt, um maximalen Wasserkontakt zu gewährleisten.

Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2015 abgeschlossen sein.

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24.03.2015: Umbau der Cloer steht kurz bevor

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers baut im Rahmen der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie die Cloer (Gewässer 38.00) im Bereich Bettrather Dyck in 3 Bauabschnitten naturnah aus. Sobald das Wetter stabiler ist und der Boden etwas abgetrocknet ist, wird mit den Bauarbeiten begonnen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis August 2015 abgeschlossen sein.

Christoph Rüber, Geschäftsführer des Wasser und Bodenverbandes der Mittleren Niers: „Mit der Umsetzung dieser schon lange geplanten Baumaßnahme wird eine weitere Maßnahme zur ökologischen Verbesserung unserer Gewässer umgesetzt, die letztendlich allen Bürgern und zukünftigen Generationen zugutekommt.“

Übersicht aller Bauabschnitte am Bettrather
Übersicht aller Bauabschnitte am Bettrather

Im Bauabschnitt I, unmittelbar oberhalb des Mündungsbereichs der Cloer in die Niers, wird in mehreren bis ca. 20 m langen Abschnitten die Böschung abgeflacht und die Ufer naturnah gestaltet. Ende Februar wurde bereits zur Vorbereitung der Bauarbeiten die vorhandene Böschungsbepflanzung teilweise zurückgeschnitten. Nach Abschluss der Bauarbeiten soll sich dort die Natur mit einem gewässertypischen Bewuchs selber entwickeln können.

Maßnahmebereich an der Cloermündung (Abschnitt I)
Maßnahmebereich an der Cloermündung (Abschnitt I)

Im Bauabschnitt II wird auf einem ca. 10 m breiten Streifen ein ständig wasserführendes Nebengerinne der Cloer angelegt. Die vorhandenen Kopfweiden bleiben erhalten. Die Sohle des Nebengerinnes wird ca. 20 cm über der Sohle der Cloer liegen, damit einerseits eine ständige Wasserführung gewährleistet ist, aber dennoch unterschiedliche Lebensräume entstehen können.

 

Bauabschnitte II und III
Bauabschnitte II und III

Im Bauabschnitt III wird ein Überflutungsgewässer angelegt werden und das Ufer von dort aus zur Cloer hin abgeflacht. Auch hier wird ein 5 m breiter Uferrandstreifen angelegt werden. Der tiefste Punkt wird 30 cm über der Cloersohle liegen. Durch die Abflachung kann sich auf der gegenüberliegenden Seite ein Waldsaum ausbilden, ohne dass die Notwendigkeit besteht, diesen zur Gewässerunterhaltung zurückschneiden zu müssen.

Hans-Josef Windbergs, Bereichsleitung Technik beim Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers:

„Wie bei allen unseren Maßnahmen haben wir auch bei der Überplanung der Cloer darauf geachtet, dass weiterhin das Wasser der Cloer auch bei Starkregenereignissen schadlos abgeführt werden kann. Dieses Projekt zeigt einmal mehr, dass Ökologie und wasserwirtschaftliche Funktionsverbesserung eines Gewässers keine unvereinbaren Gegensätze sind.“

Gefördert mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Maßnahme wird zu 80% durch das Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Durch den Einsatz von eigenem Personal für Planung und Baudurchführung konnten die Kosten niedrig gehalten werden.

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09.04.2014: Neuer Vorstand gewählt

Auf seiner 86. Ausschusssitzung am 9.4.2014 hat der Ausschuss des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers turnusgemäß seinen Vorstand neu gewählt.

Gewählt wurden:

  • Herr Peter Joppen
  • Herr Georg Gellissen
  • Herr Josef Heyes
  • Herr Udo Rosenkranz
  • Herr Heinz-Josef Deutzkens und
  • Herr Hans-Leo Sieben

Herr Peter Joppen wurden zum Vorstandsvorsitzenden und Herr Georg Gellissen zum stellevertretenden Vorstandsvorsitzenden gewählt.

26.6.2013: Neue Uferbefestigungen aus Weidenholz

Der Wasser und Bodenverband der Mittleren Niers hat in diesem Frühjahr erstmals versuchsweise in zwei seiner Gewässer in Grefrath selbst hergestellte Faschinen aus Weidenholz zum Befestigen der Böschungsfüße eingebaut. Die Verwendung von Weidenholz ermöglicht es, ökologische, landschaftspflegerische und hydraulische Aspekte miteinander zu verbinden.

Frisch geschnittene Kopfweide
Frisch geschnittene Kopfweide

Der Einbau von Flechtmatten oder Faschinen (= walzenförmige Reisig- bzw. Rutenbündel) verhindert Böschungsabbrüche in den Gräben, die den Wasserablauf stören und auf Dauer zu einer Verlandung der Gräben führen würden. Dies würde wiederum zu einer großflächigen Vernässung der Böden und zu einem Anstieg des Hochwasserrisikos führen. Die Weidenholzruten für diese neuen Faschinen stammen aus dem Pflegerückschnitt der die niederrheinische Landschaft prägenden Kopfweiden. Zu ihrem Erhalt ist der regelmäßige Rückschnitt erforderlich, damit die Kronen nicht zu schwer werden und auseinander brechen.

Christoph Rüber, Geschäftsführer des Wasser und Bodenverbandes der Mittleren Niers:

„Wir gehen davon aus, dass die Weidenholzfaschinen deutlich langlebiger sind, als die zuletzt verwendeten Flechtmatten aus Robinienholz, die regelmäßig bereits nach 5 Jahren ausgetauscht werden mussten. Die Kosten für den Einbau und die Herstellung der Faschinen liegen trotz eigener handwerklicher Herstellung zudem deutlich unter den früher verwendenden Flechtmatten und ermöglichen zudem eine ökologisch sinnvolle Verwendung der bei der Landschaftspflege anfallenden Weidenholzabfälle. Zusätzlich erwarten wir, dass der Austrieb der Weidenruten und die damit verbundene flächige Durchwurzelung des Bodens zu einer weiteren, stabilen und dauerhaften Befestigung der Böschungen führt und außerdem zu einer ökologischen Aufwertung der bisher allein wasserwirtschaftliche Zwecken dienenden Gräben führen wird.“

Verlaufen diese Versuche der Verwendung von Weidenholzfaschinen weiterhin so erfolgreich, wie der Verband dies nach den ersten Erfahrungen erwartet, so wird er in Zukunft in allen Gewässern auf die Verwendung von Weidenholzfaschinen setzen und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der niederrheinischen Landschaft leisten können.

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