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09.06.2017: Gewässerrenaturierung an der Cloer, Bettrather Dyck abgeschlossen

Wir haben im Rahmen der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie eine aus drei Bauabschnitten bestehende wasserbauliche Maßnahme durchgeführt und Ende März 2017 abgeschlossen. Um die Maßnahme der Öffentlichkeit vorzustellen, hatten wir zu einem Pressetermin unter Beteiligung der Genehmigungsbehörde des Kreises Viersen, Vertretern der Stadt Willich und des Wasser- und Bodenverbandes eingeladen.

Fertiger Bauabschnitt III

„Die Gesamtkosten für die Durchführung der Maßnahme belaufen sich auf ca. 180.000,- €. Die Maßnahme wurde mit 80% der förderfähigen Kosten vom Land NRW gefördert“ führt die zuständige Projektleiterin beim Wasser- und Bodenverband, Wasserbauingenieurin Natalie Hoffmann in die Maßnahme ein. „Erhebliche Einsparungen haben sich daraus ergeben, dass der Boden, der zunächst für die Deponierung eingeplant war, zu einem großen Teil in unmittelbarer Nähe auf der Trasse der Pipeline Rotterdam untergebracht werden konnte. Damit konnten die geplanten Maßnahmekosten um fast 50% reduziert werden.“ ergänzt Christoph Rüber, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers.
Im Wesentlichen haben wir in den Bauabschnitte II und III ein Nebengerinne angelegt, dessen Sohle auf der gleichen Höhe wie die Sohle der Cloer liegt. Zudem sind die Uferbefestigungen aus Wasserbausteinen entfernt worden, damit der Gewässerverlauf sich eigendynamisch entwickeln kann und die Uferbereiche wurden stark abgeflacht, so dass sich eine Sekundäraue bildet, die regelmäßig überflutet wird. „Damit wurde weiteres Rückhaltevolumen geschaffen und damit Hochwasserrisiken verringert. Gleichzeitig hat diese Maßnahme zur Folge, dass die Nutrias, die in weiten Bereichen der Gewässer am Niederrhein die Uferböschungen unterhöhlen, keine Möglichkeiten mehr finden, ihre Baue zu graben“ führt Christoph Rüber weiter aus.

Pressetermin
v.l. Christoph Rüber (Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers), Andreas Pook (Amt 66, Kreis Viersen), Rainer Röder (Amt 66, Kreis Viersen), Josef Heyes (Stadt Willich), Guido Görtz (Stadt Willich), Peter Joppen (Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers), Natalie Hoffmann (Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers)

„Solche Baumaßnahmen werden von uns vollständig selber geplant und ohne Einsatz von Fremdunternehmen durchgeführt. Dies spart Kosten und sorgt für eine fachkundige und zügige Durchführung der Bauarbeiten. Dazu sind wir technisch sehr gut ausgestattet.“ erläutert Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender des Verbandes.

„Die notwendigen Flächen für die Abschnitte II und III stellte die Stadt Willich zur Verfügung . Im Gegenzug erhält sie die durch die Renaturierung entstandenen Ökopunkte, die z.B. für die Erweiterung oder Ausweisung von Baugebieten benötigt werden.“ bedankt Herr Rüber sich bei Herrn Heyes und Herrn Görtz für die Unterstützung der Stadt Willich. „Und selbstverständlich erfordert eine solche Maßnahme bei Genehmigung und Durchführung auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der zuständigen Genehmigungsbehörde beim Kreis Viersen“ erläutert Herr Rüber mit Blick auf die Vertreter der unteren Wasserbehörde des Kreises Viersen, Herrn Röder und Herrn Pook, das Verwaltungsverfahren.

Bauabschnitt I
Bauabschnitt I

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