25.04.2018: Die Vorhersage ist eingetreten: Ein kleines Biotop hat sich entwickelt

Sechs Jahre ist es nun her, dass wir eine ca. 1.400 m² große Fläche an der Kreisstraße 12 in Grefrath auf Stock gesetzt haben. Damals stand diese Aktion im Fokus der Öffentlichkeit und wurde von vielen Bürgern als harter und unnötiger Eingriff in die Natur kritisiert.

Artikel aus der WZ vom 03.03.2012
Artikel aus der WZ vom 03.03.2012

Schon damals haben wir versucht zu erläutern, dass die Maßnahme neuen Lebensraum schafft und damit für die Natur überwiegend vorteilhaft ist. Dies hat sich bewahrheitet. Inzwischen hat sich das Gewässer 6.0 in diesem Bereich wieder ein geschwungenes Bachbett gesucht, alle auf Stock geschnittenen Weiden und Erlen sind ausgeschlagen und haben üppiges neues Kopfholz entwickelt.

Bachbett mit Austrieben von Schilfblumen
Bachbett mit Austrieben von Schilfblumen

Wegen der besseren Versorgung mit Licht bis auf die Ufer des Gewässers, haben sich dort Schilfblumen, Riedgrass, wilder Baldrian und Wiesenschaumkraut angesiedelt. Während der Blüte der Weiden und Weißdornsträucher stellen diese zudem eine wichtige Nahrungsquellen für Insekten und Wildbienen dar.

Weidenkätzen als Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten
Weidenkätzen als Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten

Alles in allem, war die Maßnahme, die damals vor allem der Verkehrssicherheit diente, damit wie ein Lottogewinn für die Natur, kann man die Entwicklung der letzten Jahre zusammen.

13.04.2018: 1. Spatenstich für die Gewässerausbau am Münchheider Graben

Wir bauen den Münchheider Graben in Willich Münchheide aus und legen einen Retentionsraum mit Auenwirkung an.

Ca. 100 m unterhalb der Kreuzung Münchheide / Kückesweg weist der Münchheider Graben einen doppelten Knick von je 90° (so genannte „S-Kurve“) auf einer Strecke von ca. 15 m auf. Diese S-Kurve stellt ein hydraulisches Nadelöhr dar, da sie einen gleichmäßigen Abfluss im Gewässer behindert. Bei starken Regenereignissen kommt es daher regelmäßig zu Ausuferungen in die angrenzenden Grundstücksflächen hinein. Im Rahmen unserer Aufgabenwahrnehmung „Ausgleich der Wasserführung“ bauen wir das Gewässer dort naturnah aus, legen einen Retentionsraum an und beseitigen gleichzeitig den hydraulischen Engpass.

v.l.n.r.: Guido Görtz, 1. Stellvertr. Bürgermeister Stadt Willich, Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender, Christoph Rüber, Geschäftsführer, Josef Heyes, Bürgermeister Stadt Willich, Christine Kleindopp, Gruppenleiterin Bau und Planung
v.l.n.r.: Guido Görtz, 1. Stellvertr. Bürgermeister Stadt Willich, Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender, Christoph Rüber, Geschäftsführer, Josef Heyes, Bürgermeister Stadt Willich, Christine Kleindopp, Gruppenleiterin Bau und Planung

Aus Anlass der Bauarbeiten fand am 13.04.2018 in Anwesenheit vom Bürgermeister der Stadt Willich, Herrn Josef Heyes, dem 1. Stellvertret. Bürgermeister der Stadt Willich, Herrn Guido Goertz und dem Vorstandsvorsitzenden des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers, Herrn Peter Joppen der erste Spatenstich statt. „Bei Starkregenereignissen, die auch mehrmals kurz hintereinander stattfinden können, wurden bisher immer die oberhalb der S-Kurve liegenden privaten Flächen überflutet.“ so Guido Görtz. „Nicht nur einmal musste die Feuerwehr ausrücken, um Keller leer zu pumpen.“ ergänzte Josef Heyes. Herr Rüber, unser Geschäftsführer erläuterte „dass das Solidarprinzip aller Mitglieder im Verband, die Finanzierung der Maßnahme sichert, auch wenn – wie in diesem Fall – eine Förderung mit Landesmitteln ausgeschlossen ist.“ Peter Joppen, unser Vorstandsvorsitzender freute sich, dass „diese Maßnahme wieder ein gutes Beispiel dafür ist, dass durch Zusammenarbeit mit allen beteiligten Grundstückseigentümern auch ohne großen Flächenverbrauch, wasserbauliche Maßnahmen umgesetzt werden können.“

geplanter Retentionsraum unterhalb der S-Kurve
geplanter Retentionsraum unterhalb der S-Kurve

Alle Informationen sind auch auf einem angebrachten Bauschild verfügbar.

Bauschild an der Baumaßnahme
Bauschild an der Baumaßnahme

12.04.2018: Renaturierungsplanung für den Stadtgraben in Wachtendonk hat begonnen

Im Rahmen eines wasserrechtlichen Verfahrens soll der Stadtgraben in Wachtendonk im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie ökologisch verbessert und gleichzeitig auch wieder besser im Stadtbild sichtbar werden. Das wasserwirtschaftliche Entwicklungsziel der vorliegenden Maßnahmenplanung besteht daher in der Schaffung gewässerstruktureller Voraussetzungen zur Erreichung des guten ökologischen Potentials (GÖP). Um dies zu erreichen, sind Aufweitungen sowie Maßnahmen zur Renaturierung des Stadtgrabens geplant.

Karte Stadtgraben mit gekennzeichneten Bohrorten
Karte Stadtgraben mit gekennzeichneten Bohrorten

Der Stadtgraben hat außerdem einen historischen Hintergrund. Er verläuft zum Großteil auf der Trasse, auf der sich im Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert der Stadtbefestigungsgraben um die Stadtmauer befunden hat. Daher sind bei der Überplanung auch Denkmalschutzgesichtspunkte mit einzubeziehen.

c) Hydronik GmbH, v.l.n.r.: Christine Kleindopp, Gruppenleiterin Bau und Planung, WBVdMN, Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender WBVdMN, Pascal van Elsbergen-Wardthuysen, Projektleiter Hydronik GmbH, Hans-Josef Aengenendt, Bürgermeister Gemeinde Wachtendonk, Christoph Rüber, Geschäftsführer WBVdMN, Jens-Uwe Pietzsch, Geschäftsführer Hydronik GmbH
c) Hydronik GmbH, v.l.n.r.: Christine Kleindopp, Gruppenleiterin Bau und Planung, WBVdMN, Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender WBVdMN, Pascal van Elsbergen-Wardthuysen, Projektleiter Hydronik GmbH, Hans-Josef Aengenendt, Bürgermeister Gemeinde Wachtendonk, Christoph Rüber, Geschäftsführer WBVdMN, Jens-Uwe Pietzsch, Geschäftsführer Hydronik GmbH

Um beide Gesichtspunkte miteinander vereinbaren zu können, wurde nun in einem ersten Projektschritt begonnen, mit archäologischen Untersuchungen die Planungstrasse zu ermitteln. Durch Rammkernsondierungen und Baggersondagen soll zunächst die historische Lage und Tiefe des Stadtgrabens ermittelt werden. Dabei werden Bodenproben entnommen, um über den Schichtaufbau zu erkunden, aus welchen historischen Zeiten diese stammen und ob diese natürlichen oder kulturellen Ursprungs sind.

(c) Hydronik GmbH, Pascal van Elsbergen-Wardthuysen, Projektleiter Hydronik GmbH bei der Überprüfung der Bohrprobe
(c) Hydronik GmbH, Pascal van Elsbergen-Wardthuysen, Projektleiter Hydronik GmbH bei der Überprüfung der Bohrprobe

Insgesamt sind 6 Bohrlinien vorgesehen, in denen die Sondierungen bis zu einer Tiefe von 4 m abgeteuft werden.

Die Arbeiten werden von der Fa. Hydronik GmbH aus Emmerich ausgeführt und werden voraussichtlich bis Ende April abgeschlossen und archäologisch bewertet sein.

 

02.01.2018: Neue Jobangebote beim Wasser- und Bodenverband

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers hat verschiedene Stellen zu vergeben:

22.12.2017: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Wir wünschen unseren Mitgliedern, Mitarbeitern, Besuchern unserer Webseite und allen an der Wasserwirtschaft Interessierten schöne und besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

Ab dem 2.1.2018 steht die Verwaltung, die Gewässerunterhaltung und der Bereich Technik wieder für Fragen und Arbeiten rund um die Wasserwirtschaft zur Verfügung.

08.10.2017: Baustellenbesichtigung Renaturierung der Cloer in Willich-Neersen

Am 08.10.2017 um 10:00 Uhr bietet der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers die Möglichkeit, die fertiggestellte Renaturierungsmaßnahme an der Cloer in Willich-Neersen zu besichtigen.

Lage der Bauabschnitte
Lage der Bauabschnitte

Treffpunkt ist die Kreuzung Bettrather Dyck mit dem Niersweg. Von dort geht es zunächst zum Abschnitt III, dann zum Abschnitt II und schließlich über den Bettrather Dyck zum Abschnitt I an der Mündung der Cloer in die Niers. Dabei wird die Umsetzung der Maßnahme, die mit ihr verfolgten Ziele und die zu erwartende Entwicklung für die Zukunft erläutert.Die Besichtigung wird ca. 1,5 bis 2 Stunden dauern.

Bauausführungsplan Abschnitt III
Bauausführungsplan Abschnitt III
Bauabschnitt III
Bauabschnitt III

Die Teilnahme ist kostenlos. Zur besseren Planung ist eine Anmeldung bis zum 05.10.2017 per Telefon 02158 40 81 98-0 oder per E-Mail (info@mittlereniers.de) gewünscht.

21.08.2017: Neue Infotafel am Historischen Wehr aufgestellt

Die Beschilderung unserer Anlagen geht weiter. In den Sommerferien haben wir die Zeit genutzt, auch das historische Wehr zu beschildern. Ein Dank gilt hier dem Niersverband, der uns unbürokratisch gestattet hat, die Schilder auf seinem Grundstück aufzustellen.

31_Historisches Wehr

31. Historisches Wehr
Liekweg, 47929 Grefrath
(Koordinaten: 51.375653, 6.357394)

Beschilderung am Historischen Wehr
Beschilderung am Historischen Wehr

 

18.07.2017: FAQ-Liste um Schemazeichnungen ergänzt!

Zur Vorbereitung unserer Veranlagung von Hindernissen an Gewässern und ackerbaulichen Nutzungen haben wir unsere FAQ-Liste um Schemazeichnungen ergänzt, aus der ersichtlich wird, wie die Längen der Erschwernisse gemäß den geltenden Veranlagungsregeln ermittelt werden.

Die Zeichnung verdeutlicht die Festlegung der Länge des Hindernisses „Brü-cke/Durchlass“ parallel zur Gewässerachse.
Die Zeichnung verdeutlicht die Festlegung der Länge des Hindernisses „Brücke/Durchlass“ parallel zur Gewässerachse.
Die Zeichnung verdeutlicht die Festlegung der Länge des Hindernisses „ackerbauliche Nutzung“ parallel zur Gewässerachse.
Die Zeichnung verdeutlicht die Festlegung der Länge des Hindernisses „ackerbauliche Nutzung“ parallel zur Gewässerachse.
Die Zeichnung verdeutlicht die Festlegung der Länge des Hindernisses „Brü-cke/Durchlass“ parallel zur Gewässerachse.
Die Zeichnung verdeutlicht die Festlegung der Länge des Hindernisses „Bäume/Sträucher“ parallel zur Gewässerachse.
Die Zeichnung verdeutlicht die Festlegung der Länge eines Hindernisses, hier ein Zaun, parallel zur Gewässerachse.
Die Zeichnung verdeutlicht die Festlegung der Länge eines Hindernisses, hier ein Zaun, parallel zur Gewässerachse.

 

11.07.2017: Muster für Kostenerstattung an Straßenbaulastträger verfügbar

Wir haben zur Erleichterung für unsere Mitglieder ein Formular entworfen, mit dem Erstattungsansprüche für Beiträge aus Erschwernissen (Brücken und Durchlässe) gegenüber dem jeweiligen Straßenbaulastträger geltend gemacht werden können.

Muster_Kostenerstattung Straßenbaulastträger

Das Formular steht als ausfüllbare pdf-Datei zur Verfügung, kann aber auch einfach ausgedruckt und handschriftlich ausgefüllt werden.

 

10.07.2017: Neue Infoschilderreihe begonnen!

Wir möchten über unsere wichtigsten Projekte und Aufgaben informieren. Daher haben wir begonnen, unsere Anlagen und Projekte mit Informationstafeln auszustatten, die über unsere Tätigkeit und die Zusammenhänge in der Gewässerbewirtschaftung sowie Natur- und Landschaftsschutz informieren.
Die Standorte der bisher errichteten Informationsschilder können Sie der Karte entnehmen. Der Inhalt der Schilder kann je nach Fortschritt bei der Umsetzung variieren. Auch die Form der Schilder ist variabel, je nachdem wo sie angebracht werden können.
Weitere folgen in Kürze am Bettrather Dyck in Neersen und am historischen Wehr in Wachtendonk. Bisher sind mehr als 30 Schilder in Planung.
Übersicht über die bisher aufgestellten Infotafeln
Übersicht über die bisher aufgestellten Infotafeln

1. Organisation und Aufgaben des Verbandes
Bleichweg 5 f, 47929 Grefrath
(Koordinaten: 51.335391, 6.352644)

1: Verband

2. Wasserwirtschaft und Naturschutz
Bleichweg 5 f, 47929 Grefrath
(Koordinaten: 51.335391, 6.352644)

02_Wasserwirtschaft_Naturschutz
3. Geschichte des Verbandes
Industriestr. 8, 47929 Grefrath
(Koordinaten: 51.333923, 6.348730)
03_Geschichte
4. Gewässerausbau “Mörtelsstraße”
An der Schanz 3, 47929 Grefrath
(Koordinaten: 51.354682, 6.338830)
04_Naturnaher Gewässerausbau 06
5. Pumpstation Grefrath
Am Haus Bruch 11, 47929 Grefrath
(Koordinaten: 51.332403, 6.368654)
05_Pumpstation Grefrath
21. Sohlschalenentnahme Gew. 41.01 (Alsbach)
Hütter Dyk, 41066 Mönchengladbach
(Koordinaten: 51.241635, 6.450793)
21_Sohlschalenentnahme Alsbach
28. HWRB Rothweg (Hammer Bach)
Rothweg 6a, 41748 Viersen
(Koordinaten: 51.237085, 6.390851)

28_HWRB Rothweg