29.05.2017: Blühstreifen an der Cloer in Schiefbahn

Nach verschiedenen Gesprächen, wurde gestern mit der Einsaat eines Blühstreifens an der Cloer in Willich-Schiefbahn die abgesprochene Kooperation zwischen der Stadt Willich, dem Hegering, den betroffenen Landwirten und dem Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers in die Tat umgesetzt.

v.l.: Peter Joppen (Vorstandsvorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes und Landwirt), Stephanie Cappel (Liegenschaften Stadt Willich), Klaus Fruhen (Jagdaufsicht), Hans Josef Windbergs, Bereichsleiter Technik Wasser- und Bodenverband), Alina Klein und Andreas Kublank (beide Stadt Willich), Matthias Wellen (Landwirtschaft), Heiner Wellen (Landwirtschaft), Georg Heyes (Jagdpächter und Landwirt)
v.l.: Peter Joppen (Vorstandsvorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes und Landwirt), Stephanie Cappel (Liegenschaften Stadt Willich), Klaus Fruhen (Jagdaufsicht), Hans Josef Windbergs, Bereichsleiter Technik Wasser- und Bodenverband), Alina Klein und Andreas Kublank (beide Stadt Willich), Matthias Wellen (Landwirtschaft), Heiner Wellen (Landwirtschaft), Georg Heyes (Jagdpächter und Landwirt)

Durch die unterschiedlichen Nutzungsansprüche an die Landschaft gehen immer mehr Flächen für Wild, Insekten und die Natur im Allgemeinen verloren. Daher haben sich die Beteiligten zusammengesetzt und ausgelotet, was mit wenig Aufwand und viel Gewinn für die Natur auf die Beine gestellt werden kann. Dabei ist die Einsaat eines Blühstreifens im Unterhaltungsstreifen der Cloer herausgekommen, der nun kooperativ umgesetzt wird:

Die Stadt Willich als Eigentümerin des Unterhaltungsweges entlang der Cloer hat regionales Saatgut sowie die Nutzung der Fläche zur Verfügung gestellt. Die Landwirte – teilidentisch mit dem örtlichen Hegering – haben die Fläche für die Aussaat vorbereitet und führen die Aussaat durch. Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers als Unterhaltungspflichtiger der Cloer wird bei der Gewässerunterhaltung versuchen, den Blühstreifen zu schonen und diesen nur noch so wenig wie möglich zu überfahren und zu mähen. „Einer Reduzierung der Mahd, insbesondere in den Böschungsschrägen, sind allerdings Grenzen gesetzt“ erläutert Hans Josef Windbergs, Bereichsleiter Technik beim Wasser- und Bodenverband, „denn die Cloer ist ein hydraulisch wichtiges Gewässer und muss jederzeit in der Lage sein, auch bei größeren Regenereignissen das anfallende Wasser abzuführen. Dazu ist es wichtig, dass die Uferböschungen regelmäßig geschnitten werden.“

Alle Beteiligten appellieren an die Spaziergänger und Reiter, die Fläche zu schonen, indem sie diese nicht betreten, überfahren oder überreiten, damit die nach dem Auflaufen noch empfindlichen Pflanzen auch die Chance haben, sich zu entwickeln und zu vermehren.

Maschine und Mensch im Einsatz für die Natur
Maschine und Mensch im Einsatz für die Natur

Weitere Infos:

29.04.2016: Kooperation mit dem Imkerverband Krefeld-Viersen

In der Erkenntnis, dass Bienen für die landwirtschaftliche Produktion und die Natur von existenzieller Wichtigkeit sind, kooperieren der Kreisimkerverband Krefeld-Viersen und der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers. Der Verband stellt den Imkern des Kreisimkerverbandes Krefeld-Viersen kostenlos eigene Flächen zur Aufstellung von Bienenstöcken zur Verfügung.

links: Herr Karl-Heinz Krause, rechts: Herr Raimund Gurzan vom Imkerverein Viersen an der Bachstraße in Viersen
links: Herr Karl-Heinz Krause, rechts: Herr Raimund Gurzan vom Imkerverein Viersen an der Bachstraße in Viersen

Dr. Dagmar Spona, Bereichsleiterin Verwaltung beim Wasser und Bodenverband der Mittleren Niers:

„Der Verband verfügt über viele Flächen, die sich für die Aufstellung von Bienenstöcken ideal eignen und auf denen eine Nutzung durch Imker keine Beeinträchtigung wasserwirtschaftlicher Funktionen darstellt.“

„Fehlende Flächen sind aber häufig der Grund, warum Imker nicht mehr Bienenstöcke aufstellen können. Dabei ist Imkern im Aufwind. In den vergangenen 10 Jahren haben wir uns verdoppelt! Heute sind 283 Imkerinnen und Imker im Verband tätig.

ergänzt Hermann Diedrich, Vorsitzender des Kreisimkerverbandes Krefeld-Viersen.

„Gerade in städtischen Gebieten besteht die Notwendigkeit, die Umwelt zu fördern. Unsere Bienenvölker erbringen bzw. verbessern die Voraussetzungen für ein vielfältigeres ökologisches Milieu, z. B. für Solitärbienen, Hummeln und andere Insekten. Durch die vermehrte Blütenbestäubung wird das Nahrungsangebot erweitert und die Insekten dienen auch selbst als Futter. Hierdurch steigen z.B. die Lebens- und Überlebensmöglichkeiten von Vögeln und anderen Insekten- sowie Fruchtfressern.“

so Karl-Heinz Krause, Schriftführer des Ortsimkervereins Viersen, der selber an verschiedenen Rückhaltebecken des Verbandes in Viersen seine Bienen aufgestellt hat.

„Der Ortsimkerverein Viersen konnte damit bereits die Anzahl seiner Bienenvölker und Ableger deutlich erhöhen“

ergänzt er.

v.l.n.r.: Herr Paul-Heinz Backes, Frau Getze, Herr Alexander Wegner und Herr Hermann Diedrich an den in Kempen in der nähe der B 509 aufgestellten Bienenstöcken
v.l.n.r.: Herr Paul-Heinz Backes, Frau Getze, Herr Alexander Wegner und Herr Hermann Diedrich an den in Kempen in der nähe der B 509 aufgestellten Bienenstöcken

„Auch die Grefrather Imker sind erfreut, die Flächen des Wasser und Bodenverbandes nutzen zu können.“

erläutert Paul-Heinz Backes, Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Oedt u. Umgebung e.V.

„Wir haben hierdurch die Möglichkeit, unseren Mitgliedern Flächen für die Aufstellung von Bienenvölkern auch im Außenbereich von Grefrath zur Verfügung zu stellen, so dass die Bienendichte innerhalb des Ortes auf eine sinnvolle Größe reduziert werden kann. Im Umfeld der Flächen des Verbandes ist die Pollenversorgung im Frühjahr durch die Weidenbestände gesichert, ebenso die Wasserversorgung, die für die Bienen ebenfalls sehr wichtig ist.“

Seit Januar 2016 konnten bereits verschiedene Flächen mit 10 Stellflächen für Bienenvölker an Imker der örtlichen Imkervereine vermittelt werden. Viele weitere Flächen sind noch frei, vor allem im Bereich Viersen, aber auch in Oedt, Wachtendonk, Grefrath und Vorst.

„Unsere begonnene erfolgreiche Zusammenarbeit ist wieder ein kleiner Schritt für Natur und Landwirtschaft.“ sind sich alle einig.

Der Kreisimkerverband Krefeld-Viersen ist der freiwillige Zusammenschluss von neun Imkervereinen. Er ist das regionale Bindeglied zwischen den Ortsimkervereinen einerseits und dem Imkerverband Rheinland e.V. andererseits. Er gehört folglich auch dem Deutschen Imkerbund e.V. an.

2016.04.11_Wachtendonk_Im Kirchbruch

24.04.2015: Netteverband, Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers und Niersverband kooperieren für den Gewässerschutz

Am heutigen Freitag unterschrieben die Vorsteher der beiden Wasserver­bände Netteverband, Christian Wagner und Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers, Peter Joppen, sowie der Vorstand des Niersver­bandes, Prof. Dietmar Schitthelm, einen Kooperationsvertrag. Er beinhal­tet eine intensive Zusammenarbeit in bestimmten wasserwirtschaftlichen Aufgabenbereichen.

„Gemeinsam Synergien nutzen und somit zum Wohle der teilweise glei­chen Mitglieder die wasserwirtschaftlichen Aufgaben bestmöglich erfüllen, ist das Ziel dieser Vereinbarung“

erklärt Christian Wagner, Vorsteher des Netteverbandes.

„Somit wollen wir unsere Arbeit so wirtschaftlich wie möglich vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen erfüllen.“

Die Verbandsgebiete der drei Wasserverbände überlagern sich zum Teil. Die Verbände haben jedoch jeweils eigene Zuständigkeiten und Aufga­benbereiche.

„Im Interesse der Mitglieder der Verbände sollen Reibungs­verluste an den Schnittstellen reduziert und die Aufgaben­erfüllung der beteiligten Verbände besser miteinander verzahnt werden“

ergänzt Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers. Insbesondere bei der Verknüpfung der Themen „Gewässer­verträglichkeit von Einleitungen“ und „Erreichung der Ziele der Wasser­rahmenrichtlinie“ werden die drei Verbände zukünftig durch Entwicklung von Projekten, die beiden Zielen dienen, verstärkt zusammenarbeiten. Die rechtliche Vorgabe sieht beispielsweise vor, dass eine Einleitung, z. B. von Regenwasser, für das Gewässer ökologisch verträglich sein muss. Diese Verträglichkeit muss nachgewiesen werden, ansonsten müssen entsprechende Maßnahmen, z. B. der Bau von Rückhaltebecken, erfol­gen. Für Maßnahmen im Bereich der Abwasserbehandlung sind dabei der Niersverband oder die jeweilige Kommune als Abwasserbehandlungs­pflichtige zuständig. Die erforderlichen Maßnahmen im Gewässer wird der jeweilige Wasserverband in seinem Zuständigkeitsbereich umsetzen. Sowohl bei der Nachweisführung als auch bei der Abstimmung wasser­wirtschaftlich sinnvoller Kombinationen von Maßnahmen werden die Ver­bände zukünftig noch enger zusammenarbeiten und somit Synergien besser nutzen. Ziel ist dabei, das Gewässer durch naturnahe Umgestal­tung soweit fit zu machen, dass abfließende Wassermengen einer Einlei­tung keinen Schaden mehr an der Ökologie verursachen.

„Grüne Aue statt Beton. Das ist unser Kerngedanke,“

erläutert Prof. Dietmar Schitthelm, Vorstand des Niersverbandes.

„Wir wollen nachweisen, dass die Ökologie in einem naturnah gestalteten Gewässer Einleitungen ohne Schaden zu nehmen besser verträgt. Dadurch werden teure Rückhaltebecken nur dann erforderlich, wenn eine stoffliche Behandlung der Abflüsse notwen­dig ist. Somit werden unsere Mitglieder so wenig wie möglich finanziell belastet.“

Info

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die nach bundes- und landesrechtlichen Vorschriften geführt wird. Sein Verbandsgebiet umfasst das natürliche, oberirdische Einzugsgebiet der Niers, ab der Einmündung des Triethbachs bei Mönchengladbach bis zur Gemeindegrenze Wachtendonk-Straelen. Seine Aufgaben sind der Ausbau einschließlich des naturnahen Rückbaus und die Unterhaltung der Verbandsgewässer, die Regelung des Wasserabflusses einschließlich des Ausgleichs der Wasser­führung und der Sicherung des Hochwasserabflusses, die Abfallentsorgung im Zu­sammenhang mit der Durchführung der Verbandsaufgaben, der Bau und die Un­terhaltung von Anlagen in und an fließenden Gewässern sowie die Herrichtung, Er­haltung und Pflege von Flächen, Anlagen und Gewässern zum Schutz des Naturhaushalts, des Bodens und der Landschaftspflege. Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers betreibt dazu mit 20 Mitarbeitern unter anderem 12 Hochwasserrückhaltebecken, ein Pumpwerk und 15 Sedimentfänge. Zudem ist er für die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie und der EG-Hochwasserrisikomanage­ment­richtlinie an seinen Verbandsgewässern zuständig.

Der Netteverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die ihre Arbeit auf der Grundlage bundes- und landesrechtlicher Vorschriften ver­richtet. Sein Verbandsgebiet umfasst das gesamte oberirdische Einzugsge­biet der Nette. Seine Aufgaben sind der Gewässerausbau einschließlich naturnahem Rückbau und Unterhaltung, die Regelung des Wasserabflus­ses einschließlich des Ausgleichs der Wasserführung und Sicherung des Hochwasserabflusses, die Be- und Entwässerung von Grundstücken sowie Bodenverbesserungsmaßnahmen, die Herrichtung, Erhaltung und Pflege von Flächen, Anlagen und Gewässern zum Schutz des Naturhaushalts, des Bodens und für die Landschaftspflege sowie die Entschlammung der Seen und Teiche

Der Niersverband ist ein sondergesetzlicher Wasserwirtschaftsverband mit Sitz in Viersen. Sein Verbandsgebiet umfasst das Einzugsgebiet der Niers. Er ist unter anderem für die Behandlung und Einleitung von Schmutzwasser und Niederschlagswasser aus Mischsystemen zuständig. Dafür betreibt er 22 Kläranlagen und ca. 75 Regenbecken. Seine weiteren Aufgaben sind (für die Niers und einige Nebengewässer) die Gewässerunterhaltung, die Regelung des Wasserabflusses und Sicherung des Hochwasserabflusses, die naturnahe Umgestaltung der Gewässer sowie die mit der Aufgaben­durchführung verbundene Abfallentsorgung. Als Körperschaft des öffentli­chen Rechts arbeitet der Niersverband mit seinen derzeit rund 350 Mitar­beiterinnen und Mitarbeitern effizient, aber nicht gewinnorientiert und hat als regionales wasserwirtschaftliches Dienstleistungsunternehmen erheblichen Anteil an der Lösung ökologischer und ökonomischer Fragestellungen.

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