24.04.2018: Sturm „Friederike“ und seine Folgen

Wer hätte gedacht, dass Sturm „Friederike“ die deutsch-niederländische Zusammenarbeit fördert?

20180413_182124Dem Sturm „Friederike“ sind am Niederrhein eine Reihe von alten Pappeln zum Opfer gefallen. Auch wir hatten Wochen damit zu tun, die Gewässer von umgefallenen Bäumen zu befreien. Da Pappelholz weder für Kaminholz noch für Holzpellets ideal ist, sind wir froh, einen niederländischen Abnehmer gefunden zu haben, der das Holz einer besonderen Verwertung zuführen wird:

Es geht an die Firma Nijhuis Klompen B.V., die daraus typisch niederländische Holzschuhe herstellen wird.

13.04.2018: 1. Spatenstich für die Gewässerausbau am Münchheider Graben

Wir bauen den Münchheider Graben in Willich Münchheide aus und legen einen Retentionsraum mit Auenwirkung an.

Ca. 100 m unterhalb der Kreuzung Münchheide / Kückesweg weist der Münchheider Graben einen doppelten Knick von je 90° (so genannte „S-Kurve“) auf einer Strecke von ca. 15 m auf. Diese S-Kurve stellt ein hydraulisches Nadelöhr dar, da sie einen gleichmäßigen Abfluss im Gewässer behindert. Bei starken Regenereignissen kommt es daher regelmäßig zu Ausuferungen in die angrenzenden Grundstücksflächen hinein. Im Rahmen unserer Aufgabenwahrnehmung „Ausgleich der Wasserführung“ bauen wir das Gewässer dort naturnah aus, legen einen Retentionsraum an und beseitigen gleichzeitig den hydraulischen Engpass.

v.l.n.r.: Guido Görtz, 1. Stellvertr. Bürgermeister Stadt Willich, Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender, Christoph Rüber, Geschäftsführer, Josef Heyes, Bürgermeister Stadt Willich, Christine Kleindopp, Gruppenleiterin Bau und Planung
v.l.n.r.: Guido Görtz, 1. Stellvertr. Bürgermeister Stadt Willich, Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender, Christoph Rüber, Geschäftsführer, Josef Heyes, Bürgermeister Stadt Willich, Christine Kleindopp, Gruppenleiterin Bau und Planung

Aus Anlass der Bauarbeiten fand am 13.04.2018 in Anwesenheit vom Bürgermeister der Stadt Willich, Herrn Josef Heyes, dem 1. Stellvertret. Bürgermeister der Stadt Willich, Herrn Guido Goertz und dem Vorstandsvorsitzenden des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers, Herrn Peter Joppen der erste Spatenstich statt. „Bei Starkregenereignissen, die auch mehrmals kurz hintereinander stattfinden können, wurden bisher immer die oberhalb der S-Kurve liegenden privaten Flächen überflutet.“ so Guido Görtz. „Nicht nur einmal musste die Feuerwehr ausrücken, um Keller leer zu pumpen.“ ergänzte Josef Heyes. Herr Rüber, unser Geschäftsführer erläuterte „dass das Solidarprinzip aller Mitglieder im Verband, die Finanzierung der Maßnahme sichert, auch wenn – wie in diesem Fall – eine Förderung mit Landesmitteln ausgeschlossen ist.“ Peter Joppen, unser Vorstandsvorsitzender freute sich, dass „diese Maßnahme wieder ein gutes Beispiel dafür ist, dass durch Zusammenarbeit mit allen beteiligten Grundstückseigentümern auch ohne großen Flächenverbrauch, wasserbauliche Maßnahmen umgesetzt werden können.“

geplanter Retentionsraum unterhalb der S-Kurve
geplanter Retentionsraum unterhalb der S-Kurve

Alle Informationen sind auch auf einem angebrachten Bauschild verfügbar.

Bauschild an der Baumaßnahme
Bauschild an der Baumaßnahme

02.02.2018: Viersen: Abriss der alten Stallgebäude am Rothweg abgeschlossen

Auch wenn der Zeitplan etwas überschritten wurde, jetzt ist es vollbracht: Die alten Stallgebäude, die seit vielen Jahren ungenutzt als Bauruine dort standen, sind samt allen Fundamenten abgerissen.

Freie Fläche mit Blick auf Hammer Bach
Freie Fläche mit Blick auf Hammer Bach

Für den Bau eines neuen Hochwasserrückhaltebeckens haben wir von der Stadt Viersen und privaten Eigentümern in den letzten Jahren mehrere Grundstücke im Überschwemmungsgebiet des Hammer Baches rund um den Rothweg erworben. Dazu gehörte auch die mit alten Stallgebäuden bestandene Fläche. Die Flächen liegen im festgesetzten Überschwemmungsgebiet des Hammer Baches und sind daher ohnehin aus rechtlichen Gründen nur bedingt bebaubar. So ergab sich für uns Verband die Möglichkeit, die Hochwassersituation weiter zu entschärfen.

Gebäudebestand Rothweg
Alter Gebäudebestand Rothweg

Überlegungen haben zu ersten Entwürfen geführt, die im Einklang mit der EG-Hochwassermanagementrichtlinie auch die Hochwasserrisiken für die flussabwärts unterhalb des Rothwegs liegenden Flächen deutlich verringern sollen. Dabei werden vor allem die bereits erworbenen Flächen genutzt. Der alte, durch die vorhandene Bebauung stark eingeengte Verlauf des Hammer Baches soll zugunsten eines neuen Gerinnes, das das Becken an seiner tiefsten Stelle durchfließt, aufgegeben werden. Gleichzeitig versuchen wir, den Hammer Bach auch im weiteren Verlauf bis zum Rückhaltebecken 4 zu renaturieren und wieder offen zu legen, da die vorhandenen langen Verrohrungen hydraulische Engpässe darstellen. Dazu stehen wir noch in Erwerbsverhandlungen mit weiteren Grundstückseigentümern.

Planungsskizze (Vorplanung)
Planungsskizze (Vorplanung)

Über den Wegfall der Straße „Rothweg“ oder von Parkplätzen brauchen sich die Anwohner keine Sorgen machen. Die Straße und die jetzt zu Parkzwecken verwendeten Flächen gehören weiterhin der Stadt Viersen und werden nicht in die Planung mit einbezogen.

Hintergrund der Planung ist die Hochwassersituation am Hammer Bach:

Kartenausschnitt Überschwemmunggebiet
Kartenausschnitt Überschwemmungsgebiet

Der Hammer Bach fließt vom Quellgebiet in der Bockerter Heide durch die Ortsteile Ober- und Unterbeberich, Hamm und Düpp und mündet nach einer Lauflänge von 6,7 km südlich der Krefelder Straße (L29) in die Niers. Im Laufe der Jahre wurde der Hammer Bach in seinem Lauf begradigt und technisch ausgebaut. Die Siedlungsgebiete wurden mit der Zeit ebenfalls vergrößert und somit auch die Menge an Niederschlagswasser, die dem Hammer Bach zugeführt wird. Aufgrund der Hügel im Einzugsgebiet des Hammer Baches und der weitläufigen ackerbaulichen Nutzung führen Regenereignisse schnell zu einem Ansteigen des Wasserstandes im Hammer Bach. Hochwasservorsorge in Siedlungsgebieten ist ein vorrangiges Ziel zum Schutz der menschlichen Gesundheit, der Infrastruktur und der Naturräume. Durch die Umsetzung der Planung sollen die Ziele Hochwasserschutz und ökologische Verbesserung am Hammer Bach umgesetzt werden.

Ziel ist eine naturnahe, geschwungene Linienführung sowie die Schaffung naturnaher Retentionsflächen zur Hochwasserprävention. Mit der Maßnahme werden die in den 1990er Jahren errichteten fünf Hochwasserrückhaltebecken im Hauptfluss am Hammer Bach und vier Rückhaltebecken an den Nebengewässern des Hammer Baches ergänzt. Vor dem Hintergrund sich verändernder klimatischer Verhältnisse sind der Bau weiterer Becken und die Erweiterung vorhandener Becken in Planung.

12.01.2018: Neuzugang im Fuhrpark

Minibagger ermöglicht maschinelle Unterhaltung auf minimaler Fläche

Bereits im Herbst 2017 haben wir unseren  Fuhrpark um einen Minibagger ergänzt.

Im Rahmen der Änderung unserer Veranlagungsregeln hatten wir bereits ausgelotet, wie wir den für die maschinelle kostengünstige Unterhaltung erforderlichen Platzbedarf am Gewässer reduzieren können. Die Wahl ist auf die Anschaffung eines Ketten-Kurzheckbaggers gefallen, der trotz langer Ausladung des Baggerarms beim Drehen der Kabine nicht über die Kettenbreite hinausragt. Damit können wir auch an engen Stellen, bei denen die Bebauung, Zäune, Bäume und Sträucher bis fast an das Gewässer heranreichen, noch kostengünstig unterhalten. Mit den bereits vorhandenen Geräten im Verband benötigten wir bisher einen Streifen von 4 m. Damit können wir vor allem in städtisch geprägten Gebieten die Belastung mit Erschwernisbeiträgen für die Anwohner an den Gewässern reduzieren.

Minibagger (Fahrerkabine)
Minibagger (Fahrerkabine)

02.01.2018: Neue Jobangebote beim Wasser- und Bodenverband

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers hat verschiedene Stellen zu vergeben:

22.12.2017: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Wir wünschen unseren Mitgliedern, Mitarbeitern, Besuchern unserer Webseite und allen an der Wasserwirtschaft Interessierten schöne und besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Jahr 2018.

Ab dem 2.1.2018 steht die Verwaltung, die Gewässerunterhaltung und der Bereich Technik wieder für Fragen und Arbeiten rund um die Wasserwirtschaft zur Verfügung.

28.09.2017: Sohlschalenentnahme schreitet gut voran!

Trotz des einsetzenden Regens kommt die Sohlschalenentnahme am Gewässer 23.01.01 gut voran. Die Sohlschalen lassen sich gut entnehmen, die Böschungen bleiben stabil und Böschungsausbrüche gibt es bisher nicht. Es ist zu erwarten, dass die Maßnahme zeitgerecht abgeschlossen werden kann.

Schreitbagger bei der Sohlschalenentnahme
Schreitbagger bei der Sohlschalenentnahme

 

16.09.2017: Teilnahme am Familienaktionstag in Grefrath-Oedt

Am 16.09.2017 fand von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr rund um die Burg Uda in Grefrath-Oedt der Familienaktionstag statt, der dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Oedt durchgeführt wurde, der seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Auch der Wasser- und Bodenverband war mit einem eigenen Stand vertreten und konnte bei schönsten Sonnenschein den kleinen und großen Besuchern technische Informationen rund um die Gewässerunterhaltung vermitteln.

Alles aufgebaut und fertig für die Besucher
Alles aufgebaut und fertig für die Besucher
Techniker unter sich
Techniker unter sich

Besonders die jungen Besucher hatten viel Spaß daran, die technischen Funktionen unseres mitgebrachten Ferrari-Rasenmähtraktors zu erkunden.

21.08.2017: Neue Infotafel am Historischen Wehr aufgestellt

Die Beschilderung unserer Anlagen geht weiter. In den Sommerferien haben wir die Zeit genutzt, auch das historische Wehr zu beschildern. Ein Dank gilt hier dem Niersverband, der uns unbürokratisch gestattet hat, die Schilder auf seinem Grundstück aufzustellen.

31_Historisches Wehr

31. Historisches Wehr
Liekweg, 47929 Grefrath
(Koordinaten: 51.375653, 6.357394)

Beschilderung am Historischen Wehr
Beschilderung am Historischen Wehr