2016: 160 Jahre Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers wünscht allen Mitgliedern, Bürgern und Besuchern unserer Webseite ein frohes neues Jahr 2016. Das Jahr 2016 wurde vom Verband mit Spannung erwartet, da sich die Gründung des Verbandes zum 160. Male jährt. Trotz der vielfachen Änderungen in den wasserwirtschaftlichen Zielsetzungen, hat sich der Verband in den letzten 160 Jahren behaupten und seine Aufgaben im Interesse der Mitglieder und zum Wohle der Allgemeinheit immer erfüllen können. Dies ist ein Grund zu Feiern.

Daher wird der Verband aus Anlass des 160-jährigen Bestehens verschiedene Veranstaltungen anbieten.

  • Zunächst wird es am 5.6.2016 eine Radtour zum Historischen Wehr an der Grenze zwischen Wachtendonk und Grefrath geben.
  • Im zweiten Halbjahr wird es zwei weitere Besichtigungen im Rahmen des Veranstaltungskalenders des NP Schwalm-Nette geben. Weitere Informationen werden jeweils hier und unter Aktuelles veröffentlicht werden.

Aus Anlass des Jubiläums wird es außerdem im Heimatbuch 2017 des Kreises Viersen, das Ende 2016 erscheint, einen Beitrag zur Geschichte des Verbandes geben. Der Verband wird zu seiner Geschichte zudem auf der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Oedt e.V. am 18.3.2016 einen Vortrag halten.

Verfasser: Dr. Dagmar Spona

10.09.2015: Vorführung neuer technischer Geräte

Auch der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers muss mit dem technischen Fortschritt mithalten, um wirtschaftlich und in Übereinstimmung mit den rechtlichen Vorgaben arbeiten zu können. Daher hat der Verband seinen Fuhrpark um zwei moderne Geräte ergänzt, die im Anschluss an die Vorstandssitzung des Verbandes am Gewässer 06.04 in Grefrath dem Vorstand und den Pressevertretern vorgeführt werden. Dabei handelt es sich um einen speziellen Schlepper mit Anbaugeräten und einen funkferngesteuerten Mähroboter.

Hans-Josef Windbergs, Bereichsleiter Technik beim Wasser und Bodenverbandes der Mittleren Niers:

„Schon allein der Schlepper bietet für die Gewässerunterhaltung erhebliche Vorteile. Durch die drehbare Fahrerkabine und die 4 gleich großen Räder kann der Schlepper vor- und rückwärtsfahrend eingesetzt werden, so dass ein Wenden auf engem Gelände nicht erforderlich ist. Die neuen Anbaugeräte nutzen diese Eigenschaften weiter aus: Mit den Mähauslegern kann gleichzeitig eine Böschung bis zu einer Neigung von 50° und einer Breite von 3,20 m gemäht werden. Das Mähgut wird über eine angebaute Absaugung sofort aufgenommen und einem mitgeführten Sammelbehälter zugeführt.“

Schlepper Xerion mit Anbaugeräten
Schlepper Xerion mit Anbaugeräten

Aufgrund des effektiveren Verfahrens kann die Mähgutabfuhr nun, wie vom Kreis Viersen gefordert, an allen Gewässern zeitnah durchgeführt werden und das bisher sonst regelmäßig notwendige aufwändige Abschälen der Uferböschungen kann entfallen.

„Das neue Verfahren ist kostengünstiger und schont die Tier- und Pflanzenwelt. Wir hoffen auf diese Weise außerdem, die Kosten für die Mähgutabfuhr auch längerfristig stabil halten zu können.“

, so Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes. Der Anbau eines leistungsstarken Häckslers erweitert die Einsatzzeit auch auf die Wintermonate, so dass mit dem Einsatz des Schleppers in der Böschungsmahd und im Gehölzrückschnitt ein fast ganzjähriger Einsatz gewährleistet ist.

Mähroboter bei der Mahd
Mähroboter bei der Mahd

Der ebenfalls neu angeschaffte funkgesteuerte Mähroboter ermöglicht den personalreduzierten Einsatz an schwer zugänglichen Stellen. Mit einer Mähbreite von 125 cm kann er nicht nur schnell auch größere Flächen mähen, sondern auch Dornen und Gestrüpp ohne Verletzungsrisiko für die Mitarbeiter kurz halten. Durch seine Konstruktion ist er in der Lage, auch in der Böschungsschräge bis zu einer Neigung von 45° zu arbeiten.

Treffpunkt für die Vorführung beider Geräte ist der Wendehammer im Neubaugebiet „Im Bousch“, der von der Mörtelsstraße aus zugänglich ist. Die Vorführung wird um 12:30 Uhr beginnen.

Weitere Informationen zum Thema:

Verfasser: Dr. Dagmar Spona

29.08.2015: Sommerfest zum 50. Jubiläum des NP Schwalm-Nette

Aus Anlass des 50. Jahrestages der Gründung des NP Schwalm-Nette fand am 29.08.2015 ein Sommerfest am De-Witt-See statt, auf dem auch der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers mit Informationen und einem Teil seiner Geräte zur Gewässerunterhaltung vertreten war.

Die Veranstaltung bot die Gelegenheit, die Aufgaben und Tätigkeiten der Wasser- und Bodenverbände in entspannter Atmosphäre einer breiteren Bevölkerungsschicht näher zu bringen.

Technikinteressierte Besucher bei der Besichtigung des Mähroboters
Technikinteressierte Besucher bei der Besichtigung des Mähroboters

 

Verfasser: Dr. Dagmar Spona

24.04.2015: Netteverband, Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers und Niersverband kooperieren für den Gewässerschutz

Am heutigen Freitag unterschrieben die Vorsteher der beiden Wasserver­bände Netteverband, Christian Wagner und Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers, Peter Joppen, sowie der Vorstand des Niersver­bandes, Prof. Dietmar Schitthelm, einen Kooperationsvertrag. Er beinhal­tet eine intensive Zusammenarbeit in bestimmten wasserwirtschaftlichen Aufgabenbereichen.

„Gemeinsam Synergien nutzen und somit zum Wohle der teilweise glei­chen Mitglieder die wasserwirtschaftlichen Aufgaben bestmöglich erfüllen, ist das Ziel dieser Vereinbarung“

erklärt Christian Wagner, Vorsteher des Netteverbandes.

„Somit wollen wir unsere Arbeit so wirtschaftlich wie möglich vor dem Hintergrund der gesetzlichen Anforderungen erfüllen.“

Die Verbandsgebiete der drei Wasserverbände überlagern sich zum Teil. Die Verbände haben jedoch jeweils eigene Zuständigkeiten und Aufga­benbereiche.

„Im Interesse der Mitglieder der Verbände sollen Reibungs­verluste an den Schnittstellen reduziert und die Aufgaben­erfüllung der beteiligten Verbände besser miteinander verzahnt werden“

ergänzt Peter Joppen, Vorstandsvorsitzender des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers. Insbesondere bei der Verknüpfung der Themen „Gewässer­verträglichkeit von Einleitungen“ und „Erreichung der Ziele der Wasser­rahmenrichtlinie“ werden die drei Verbände zukünftig durch Entwicklung von Projekten, die beiden Zielen dienen, verstärkt zusammenarbeiten. Die rechtliche Vorgabe sieht beispielsweise vor, dass eine Einleitung, z. B. von Regenwasser, für das Gewässer ökologisch verträglich sein muss. Diese Verträglichkeit muss nachgewiesen werden, ansonsten müssen entsprechende Maßnahmen, z. B. der Bau von Rückhaltebecken, erfol­gen. Für Maßnahmen im Bereich der Abwasserbehandlung sind dabei der Niersverband oder die jeweilige Kommune als Abwasserbehandlungs­pflichtige zuständig. Die erforderlichen Maßnahmen im Gewässer wird der jeweilige Wasserverband in seinem Zuständigkeitsbereich umsetzen. Sowohl bei der Nachweisführung als auch bei der Abstimmung wasser­wirtschaftlich sinnvoller Kombinationen von Maßnahmen werden die Ver­bände zukünftig noch enger zusammenarbeiten und somit Synergien besser nutzen. Ziel ist dabei, das Gewässer durch naturnahe Umgestal­tung soweit fit zu machen, dass abfließende Wassermengen einer Einlei­tung keinen Schaden mehr an der Ökologie verursachen.

„Grüne Aue statt Beton. Das ist unser Kerngedanke,“

erläutert Prof. Dietmar Schitthelm, Vorstand des Niersverbandes.

„Wir wollen nachweisen, dass die Ökologie in einem naturnah gestalteten Gewässer Einleitungen ohne Schaden zu nehmen besser verträgt. Dadurch werden teure Rückhaltebecken nur dann erforderlich, wenn eine stoffliche Behandlung der Abflüsse notwen­dig ist. Somit werden unsere Mitglieder so wenig wie möglich finanziell belastet.“

Info

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die nach bundes- und landesrechtlichen Vorschriften geführt wird. Sein Verbandsgebiet umfasst das natürliche, oberirdische Einzugsgebiet der Niers, ab der Einmündung des Triethbachs bei Mönchengladbach bis zur Gemeindegrenze Wachtendonk-Straelen. Seine Aufgaben sind der Ausbau einschließlich des naturnahen Rückbaus und die Unterhaltung der Verbandsgewässer, die Regelung des Wasserabflusses einschließlich des Ausgleichs der Wasser­führung und der Sicherung des Hochwasserabflusses, die Abfallentsorgung im Zu­sammenhang mit der Durchführung der Verbandsaufgaben, der Bau und die Un­terhaltung von Anlagen in und an fließenden Gewässern sowie die Herrichtung, Er­haltung und Pflege von Flächen, Anlagen und Gewässern zum Schutz des Naturhaushalts, des Bodens und der Landschaftspflege. Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers betreibt dazu mit 20 Mitarbeitern unter anderem 12 Hochwasserrückhaltebecken, ein Pumpwerk und 15 Sedimentfänge. Zudem ist er für die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie und der EG-Hochwasserrisikomanage­ment­richtlinie an seinen Verbandsgewässern zuständig.

Der Netteverband ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die ihre Arbeit auf der Grundlage bundes- und landesrechtlicher Vorschriften ver­richtet. Sein Verbandsgebiet umfasst das gesamte oberirdische Einzugsge­biet der Nette. Seine Aufgaben sind der Gewässerausbau einschließlich naturnahem Rückbau und Unterhaltung, die Regelung des Wasserabflus­ses einschließlich des Ausgleichs der Wasserführung und Sicherung des Hochwasserabflusses, die Be- und Entwässerung von Grundstücken sowie Bodenverbesserungsmaßnahmen, die Herrichtung, Erhaltung und Pflege von Flächen, Anlagen und Gewässern zum Schutz des Naturhaushalts, des Bodens und für die Landschaftspflege sowie die Entschlammung der Seen und Teiche

Der Niersverband ist ein sondergesetzlicher Wasserwirtschaftsverband mit Sitz in Viersen. Sein Verbandsgebiet umfasst das Einzugsgebiet der Niers. Er ist unter anderem für die Behandlung und Einleitung von Schmutzwasser und Niederschlagswasser aus Mischsystemen zuständig. Dafür betreibt er 22 Kläranlagen und ca. 75 Regenbecken. Seine weiteren Aufgaben sind (für die Niers und einige Nebengewässer) die Gewässerunterhaltung, die Regelung des Wasserabflusses und Sicherung des Hochwasserabflusses, die naturnahe Umgestaltung der Gewässer sowie die mit der Aufgaben­durchführung verbundene Abfallentsorgung. Als Körperschaft des öffentli­chen Rechts arbeitet der Niersverband mit seinen derzeit rund 350 Mitar­beiterinnen und Mitarbeitern effizient, aber nicht gewinnorientiert und hat als regionales wasserwirtschaftliches Dienstleistungsunternehmen erheblichen Anteil an der Lösung ökologischer und ökonomischer Fragestellungen.

Weitere Informationen zu diesem Thema:

Verfasser: Dr. Dagmar Spona

09.04.2014: Neuer Vorstand gewählt

Auf seiner 86. Ausschusssitzung am 9.4.2014 hat der Ausschuss des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers turnusgemäß seinen Vorstand neu gewählt.

Gewählt wurden:

  • Herr Peter Joppen
  • Herr Georg Gellissen
  • Herr Josef Heyes
  • Herr Udo Rosenkranz
  • Herr Heinz-Josef Deutzkens und
  • Herr Hans-Leo Sieben

Herr Peter Joppen wurden zum Vorstandsvorsitzenden und Herr Georg Gellissen zum stellevertretenden Vorstandsvorsitzenden gewählt.

Verfasser: Dr. Dagmar Spona