24.05.2015: Baustellenbesichtigung Gewässerausbau 06.04

Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers bietet am Pfingstsonntag, 24.05.2015, von 10:00 bis 11:30 Uhr im Rahmen des Veranstaltungsprogramms des Naturparks Schwalm-Nette eine Baustellenbesichtigung für den Gewässerausbau 06.04 an der Mörtelsstraße an. Gegenstand ist die Besichtigung der Baustelle und Vorstellung der Planung und der mit dem Gewässerausbau verfolgten Ziele.

Baumaßnahme während der Bauzeit
Baumaßnahme während der Bauzeit

Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen können bis zum 22.05.2015, 12:00 Uhr unter Telefon 02158-4081980 oder per E-Mail an info@mittlereniers.de erfolgen. Da die Ausführung der Baumaßnahme bereits begonnen hat, sollten die Teilnehmer bevorzugt festes Schuhwerk und robuste Kleidung tragen.

Treffpunkt ist die Umgehungsstraße K12, Ecke Heide vor Hausnummer 63 oder alternativ der Wendehammer im Neubaugebiet Mörtelsstraße vor dem Baustellenschild.

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26.6.2013: Neue Uferbefestigungen aus Weidenholz

Der Wasser und Bodenverband der Mittleren Niers hat in diesem Frühjahr erstmals versuchsweise in zwei seiner Gewässer in Grefrath selbst hergestellte Faschinen aus Weidenholz zum Befestigen der Böschungsfüße eingebaut. Die Verwendung von Weidenholz ermöglicht es, ökologische, landschaftspflegerische und hydraulische Aspekte miteinander zu verbinden.

Frisch geschnittene Kopfweide
Frisch geschnittene Kopfweide

Der Einbau von Flechtmatten oder Faschinen (= walzenförmige Reisig- bzw. Rutenbündel) verhindert Böschungsabbrüche in den Gräben, die den Wasserablauf stören und auf Dauer zu einer Verlandung der Gräben führen würden. Dies würde wiederum zu einer großflächigen Vernässung der Böden und zu einem Anstieg des Hochwasserrisikos führen. Die Weidenholzruten für diese neuen Faschinen stammen aus dem Pflegerückschnitt der die niederrheinische Landschaft prägenden Kopfweiden. Zu ihrem Erhalt ist der regelmäßige Rückschnitt erforderlich, damit die Kronen nicht zu schwer werden und auseinander brechen.

Christoph Rüber, Geschäftsführer des Wasser und Bodenverbandes der Mittleren Niers:

„Wir gehen davon aus, dass die Weidenholzfaschinen deutlich langlebiger sind, als die zuletzt verwendeten Flechtmatten aus Robinienholz, die regelmäßig bereits nach 5 Jahren ausgetauscht werden mussten. Die Kosten für den Einbau und die Herstellung der Faschinen liegen trotz eigener handwerklicher Herstellung zudem deutlich unter den früher verwendenden Flechtmatten und ermöglichen zudem eine ökologisch sinnvolle Verwendung der bei der Landschaftspflege anfallenden Weidenholzabfälle. Zusätzlich erwarten wir, dass der Austrieb der Weidenruten und die damit verbundene flächige Durchwurzelung des Bodens zu einer weiteren, stabilen und dauerhaften Befestigung der Böschungen führt und außerdem zu einer ökologischen Aufwertung der bisher allein wasserwirtschaftliche Zwecken dienenden Gräben führen wird.“

Verlaufen diese Versuche der Verwendung von Weidenholzfaschinen weiterhin so erfolgreich, wie der Verband dies nach den ersten Erfahrungen erwartet, so wird er in Zukunft in allen Gewässern auf die Verwendung von Weidenholzfaschinen setzen und damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der niederrheinischen Landschaft leisten können.

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